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Geschichte des Gebäudes


Das Museum Moderner Kunst Kärnten ist in der sogenannten „Burg“, einem bedeutenden historischen Bau aus der Reformationszeit, im Zentrum der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee untergebracht. Das Gebäude wurde 1586 mit dem Zweck der Beherbergung des „Collegium sapientiae et pietatis“ (Kollegium der Weisheit und Frömmigkeit), einer Schule des protestantischen Adels, errichtet. Nach der Schließung der Schule im Zuge der Gegenreformation nutzten es ab 1601 die Kärntner Landstände als Residenz, und die „Burg“ wurde zum Wohnsitz des Burggrafen. Nach Bränden 1636 und 1723 wurde das Haus zweimal wieder aufgebaut. 1733/34 wurde, im Zuge der Errichtung der Nordfront, die Burgkapelle erbaut. 1747 beschloss Kaiserin Maria Theresia die Räumung der „Burg“, um sie der neuen landesfürstlichen Behörde, „Repräsentation und Kammer“ (ab 1763 „Landeshauptmannschaft“), als Amtsgebäude zur Verfügung zu stellen. 1773 wurden ein zweites Stockwerk aufgesetzt und die Fassade einheitlich gestaltet. Von 1791 bis 1918 war das Gebäude Sitz des Landeshauptmanns und stand dem Landesfürsten bzw. dem Kaiser als Quartier zur Verfügung, zuletzt in Anspruch genommen 1907 von Franz Josef I. anlässlich der Kaisermanöver. Nach dem Ersten Weltkrieg diente die „Burg“ 1919 zunächst als Sitz des jugoslawischen Militärkommandos und ab 1920 der interalliierten Abstimmungskommission. Seitdem wurde sie als Amts- und bis 1928 auch als Schulgebäude genutzt. 







Burghof bei Nacht
Durch die Eröffnung der Kärntner Landesgalerie – die 1928 zunächst als Verein gegründet wurde – erhielt das Gebäude 1933 eine neue Widmung. Vorerst wurden in zwei Sälen 33 Bilder und eine Plastik ausgestellt. In den Jahren 1934−37 wurden die Räumlichkeiten erweitert; zuletzt konnten 98 Kunstwerke präsentiert werden. Mit dem Anschluss an Hitler-Deutschland richtete 1938 die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) in der „Burg“ ihre Zentrale ein, wodurch es zur teilweisen Ausquartierung der Landesverwaltung und zur Räumung und Schließung der Galerie kam. 1942 wurde der Verein „Kärntner Landesgalerie“ aufgelöst und die Sammlung in den Besitz des Reichsgaues Kärnten eingegliedert. 1943 erfolgte die Verlagerung der Bestände aufgrund der Bombardierungsgefahr. Nach dem Krieg übernahm das Land Kärnten die Landesgalerie, 1946 wurde das Landesmuseum für Kärnten mit der Verwaltung der Bestände der Landesgalerie betraut. Erst 1965 wurde die Kärntner Landesgalerie in den nach Plänen von Ernst Hildebrand neu adaptierten Räumen in der „Burg“ wiedereröffnet.
Nach einem weitreichenden Umbau unter den Architekten Helmut Dominikus und Ralf Mikula und einer Generalsanierung der „Burg“ (2001−03) wurde im Frühjahr 2003 schließlich das Museum Moderner Kunst Kärnten in den ehemaligen, nunmehr erweiterten Räumlichkeiten der Kärntner Landesgalerie eingerichtet und feierlich eröffnet.




Ausstellungsraum MMKK mit Arbeiten von Bruno Gironcoli
Burgkapelle MMKK, Blick in die Apsis                   MMKK Burghof, Foto: F. Neumüller


Ausstellungsraum MMKK mit Arbeiten von Peter Kogler

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