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Peter Krawagna, Sommer, 2012, Öl auf Leinwand 152x114 cm, Foto: Ferdinand Neumüller 12.06.2014 - 31.08.2014:

PETER KRAWAGNA
Peter Krawagna wurde 1937 in Klagenfurt geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der École des Beaux-Arts in Paris Malerei. Der Künstler ist ein Vertreter der so genannten „Naturabstraktion“ – einer österreichischen Sonderentwicklung, begründet in den 1920er-Jahren von Herbert Boeckl. Peter Krawagna forciert eine Malerei, die auf der Grundlage der Entdeckungen der Moderne basiert, die bei den Leistungen Paul Cézannes anknüpft, der seine Motive, dem Natureindruck folgend, unmittelbar – en plein aire –, möglichst deckungsgleich mit der visuellen Anschauung, auf der Leinwand wiedergibt. Was zählt, ist das momentane Erscheinungsbild, die optischen Phänomene unter den augenblicklichen Bedingungen – vor allem der Lichtverhältnisse, die den farbigen Eindruck maßgeblich bestimmen. Das Ziel ist, ein bildnerisches Äquivalent dafür zu schaffen. Peter Krawagna geht ebenfalls von der sichtbaren Gegenstandswelt, von den alltäglichen Dingen aus und setzt sie unmittelbar in der Malerei oder in der Zeichnung um. Auf der Leinwand oder am Papier verwandelt sich das bekannte Visuelle in eine abstrakte Komposition, deren Thema nicht mehr die Abbildung oder Beschreibung der integrativen Form, der materiellen Gegebenheit und die Vermittlung der Motive durch ihre Oberfläche ist, sondern die Darstellung der optischen Erscheinung der Dingwelt und bestimmter physikalischer Phänomene. Der Ausgangspunkt der künstlerischen Handlung ist die konzentrierte und selektive Wahrnehmung, das Ergebnis ist eine abstrakte Farb-Form-Konstellation. Die Ausstellung, die für 11 Räume des MMKKs konzipiert ist, präsentiert Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers, beginnend in den 1960er-Jahren bis heute, und wird von einer wissenschaftlichen Publikation mit Textbeiträgen von Christian Kravagna, Peter Weiermair und Christine Wetzlinger-Grundnig begleitet.


Markus Pernhart, Gebirgslandschaft, o.D., Öl auf Holz, 66 x 105 cm ©MMKK, Foto: Ferdinand Neumüller 12.06.2014 - 31.08.2014:

fokus sammlung. BIS KRAWAGNA
Die Kunstsammlung des Museums Moderner Kunst Kärnten umfasst heute mehr als 5000 Werke des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Sie dokumentiert das Schaffen der Kärntner Künstlerinnen und Künstler im nationalen und internationalen Kontext sowie die Ausstellungsaktivitäten des Museums Moderner Kunst Kärnten. Unter dem Titel „fokus sammlung“ werden regelmäßig die Sammlungsinhalte unter wechselnder thematischer Schwerpunktsetzung und durch eine spezifische Auswahl von unterschiedlichen Blickpunkten her durchleuchtet. Parallel zur Personale von Peter Krawagna wird in den letzten drei Räumen des Ausstellungsparcours eine Selektion aus der Kunstsammlung vorgestellt, die inhaltlich auf die Hauptausstellung abgestimmt ist. Unter dem Titel „fokus sammlung. BIS KRAWAGNA“ werden einzelne Werke der bedeutendsten Künstler der Sammlung gezeigt, die als Vorläufer des Künstlers in der Kärntner Malerlandschaft des 19. sowie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anzusehen sind. Darunter Vertreter des Viktringer Malerkreises, wie Markus Pernhart als Repräsentant der Landschaftsmalerei des Biedermeier, sowie die Brüder Josef und Ludwig Willroider als Wegbereiter des Aufbruchs in die Moderne, weiters die Maler des Nötscher Kreises Anton Kolig, Franz Wiegele, Anton Mahringer und Sebastian Isepp, dann die Protagonisten der Zwischenkriegszeit Herbert Boeckl, Felix Esterl, Jean Egger, Arnold Clementschitsch oder Werner Berg. Mit dieser Begleitschau soll einerseits der Anforderung einer dauerhaften Sammlungspräsentation Genüge getan werden und andererseits wird zugleich die Ausstellung von Peter Krawagna durch die Werke der Kunstsammlung sinnhaft ergänzt und in einen größeren Zusammenhang gestellt.


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