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2010 Herbert Boeckl. Retrospektive Die Ausstellung zum Werk von Herbert Boeckl zeigt einen Überblick über fünfzig Jahre moderne Kunstproduktion. Trotz der gravierenden Zäsuren zweier Weltkriege konnte der aus Kärnten stammende und in Wien lebende Maler kontinuierlich über Jahrzehnte hinweg sein Projekt einer Moderne entwickeln, die aus der mitteleuropäisch-mediterranen Tradition schöpft. In mehreren Werkphasen spannt sich so ein reiches Spektrum von der Linienkunst der Wiener Secession über die Rezeption der Kunst Paul Cézannes in den 1920er Jahren und den expressiven Realismus der 1930er Jahre bis hin zur kubistisch inspirierten Farbflächenmalerei der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit den frühen Kärntner Landschaften, den Bildern zur "Anatomie" aus 1931 und den großen Zyklen der Zeit nach 1945 zeigt die Schau eine Reihe von Höhepunkten dieses überaus kompexen Œuvres. Es verbindet die Ideale der klassischen Moderne der Zeit von Egon Schiele und dem frühen Oskar Kokoschka quer durch die internationale Krise der Avantgarden in den 1930er und 1940er Jahren mit dem Beginn der "globalisierten" Kunstproduktion in den 1960er Jahren. Als Akademieprofessor und einlussreiche Persönlichkeit des Kunstbetriebs im Ständestaat und in der jungen zweiten Republik verband Boeckl als einer der wenigen offiziell anerkannten und gewürdigten modernen Maler Österreichs stets den heimischen Kunstbetrieb mit den internationalen Entwicklungen. Mit dem Wandbild im Dom von Maria Saal, dem großen Altartriptychon und den Fresken in der Benediktinerabtei Seckau leistete Boeckl zudem bedeutende Beiträge zur modernen Sakralkunst. 2009 Zeitgenössische Fotografie. Neue Positionen aus Österreich Im Mittelpunkt der diesjährigen Herbstausstellung im Museum Moderner Kunst Kärnten steht die zeitgenössische Fotografie in Österreich. Mit dem Fokus auf FotokünstlerInnen, die aus Kärnten stammen oder bereits in der Sammlung des Museums vertreten sind, sowie jungen FotokünstlerInnen aus Österreich, gibt die Ausstellung einen Einblick in aktuelle Positionen. Arbeiten von AbsolventInnen der Fotoklassen an der Wiener Akademie der bildenden Künste sowie an der Universität für angewandte Kunst werden in Dialog zu bereits arrivierten FotokünstlerInnen gestellt. Ebenso werden medienübergreifende Arbeiten in den Bereichen Skulptur, Video und Film einbezogen. Die Themen, die in der Fotografie aufgegriffen werden, reichen von Darstellungen einer vernetzten, globalen Welt durch Hubert Blanz über aktuelle gesellschaftspolitische Bezüge, wie sie Lukas M. Hüller, Borjana Ventzislavova oder Katharina Gruzei ins Bild setzen, bis hin zu neuen Zugängen zur Landschaft und zum Porträt, zu sehen u.a. in den Arbeiten von Jutta Strohmaier oder Markus Guschelbauer. Vielfach ist der Zugang der FotokünstlerInnen zum Thema auch verbunden mit einem performativen Agieren vor der Kamera, wie bei Anja Manfredi oder Nina Rike Springer. Der leicht ironisch-kritische Bezug mancher Arbeiten steht im Kontext einer sensiblen Wahrnehmung der Realität. Gemeinsam ist vielen Arbeiten die Tendenz zu einer installativen Inszenierung der Fotografie. On Normality. Kunst aus Serbien 1989-2001 In Kooperation mit MoCAB (Museum of Contemporary Art Belgrad) / In einer bahnbrechenden Ausstellung stellte das Museum zeitgenössicher Kunst Belgrad 2005 nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens erstmals das zeitgenössische Kunstgeschehen in Serbien von 1989 bis 2001 vor. Diese Eckdaten markieren die Machtübernahme durch Slobodan Milošević bis hin zum Ende des Regimes und den ersten demokratischen Parlamentswahlen 2001. Das Jahrzehnt unter Milošević war gekennzeichnet von Kriegen, ethnischen Säuberungen und dem sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zerfall des Landes. In diesem restriktiven ideologischen Umfeld haben die KünstlerInnen im Untergrund ihre Erfahrungen und ihr politisches Engagement ausgedrückt. Die zentrale Auseinandersetzung kreist um die Frage nach der kulturellen Identität innerhalb der kriegserschütterten Region. In Bezugnahme auf Krieg, Gewalt und politische Unterdrückung begegnen die KünstlerInnen den Grausamkeiten der Macht mit kritischen Statements, die nicht zuletzt von der Hoffnung auf eine Rückkehr in die Normalität getragen werden. / KünstlerInnen: Milan Aleksić, Association Apsolutno, Biljana Đurđević, Uroš Đurić, Adrian Kovacs, Zoran Marinković, Goranka Matić, Era Milivojević, Zoran Naskovski, Vladimir Nikolić, Tanja Ostojič, Neša Paripović, Vesna Pavlović, Bálint Szombathy, Talent, Zoran Todorović, Dragoljub Raša Todosijević, Milica Tomić Peter Zimmermann. All You Need Mit dem Aufkommen neuer Bildtechnologien, den so genannten Neuen Medien, wurden sowohl politische und gesellschaftliche als auch künstlerische Paradigmen in Bezug auf visuelle Systeme verhandelt. Seit der Mitte der 1980er Jahre nimmt Peter Zimmermann (Jg. 1956) in seiner künstlerischen Produktion diskursiv Bezug auf die aktuelle Frage nach einer adäquaten Konstruktion von zeitgenössischer Kunst. In seinem Schaffen, das hier einen Zeitraum von etwa zwanzig Jahren zusammenfasst, zeichnen sich zwei reflexive Strategien ab: Die frühen Arbeiten von Mitte der 1980er Jahre bis Anfang der 1990er Jahre basieren vor allem auf dem Konzept des Coverns und der Simulation, wohingegen die zahlreichen seit Mitter der 1990er Jahren entstandenen so genannten Blob Paintings auf einer Mediatisierung der Bildmotive beruhen. Im Zentrum steht das kognitive Wissen um die kulturelle Definitionsmacht visueller Bildpraktiken. Es ist eine Ästhetik der Täuschung, die Peter Zimmermann mittels diverser Simulationstechniken (Covern, Sampling, Remix) umsetzt. Die Materialität und die Sinnlichkeit der Zeichen geben sich als Elemente des Widerstands gegen eine semiologische Lesbarkeit zu erkennen, und die Bilder erscheinen als verführerisch glänzende Ereignisse, in denen sich der Moment der Kontingenz als ein Paradigma der Moderne vorstellt. 2008 Arnulf Rainer. Retrospektive. Malerei um die Malerei zu verlassen Mit fast 100 Werken zeigt die Retrospektive einen repräsentativen Querschnitt des Œuvres Arnulf Rainers, der international zu den wichtigsten Vertretern der Moderne zählt. Die Ausstellung beginnt mit den frühen, gestisch abstrakten „Zentralisationen“, die Arnulf Rainer 1951 im Klagenfurter Künstlerhaus ausgestellt hat. Mitte der 1950er Jahre beginnt Rainer mit dem Zyklus der Übermalungen, die er auch auf Werken von Freunden und historischen Grafiken vornimmt. Die Bearbeitung von Fotovorlagen stellt eine zweite grundlegende Form der Überarbeitung dar. Ende der 1970er Jahre folgen die Totenmasken, die Fingerschmierereien, die Kreuzbilder und Tondi. Immer wieder greift Rainer die Themen Tod und Religion auf, die er in einer spannungsvollen Verflechtung von Form und Inhalt inszeniert. In seiner Kunst eröffnet er eine profilierte und radikale Auseinandersetzung mit der österreichischen Tradition und dem europäisch-amerikanischen Diskurs der Moderne. K08 - Emanzipation und Konfrontation - Kunst aus Kärnten 1945 bis heute Das Museum Moderner Kunst Kärnten ist das Herzstück dieser Großausstellung mit einem Überblick über die Kunstentwicklung von 1945 bis heute. Der Aufbruch zur abstrakten Malerei wird u. a. mit Werken von Hans Bischoffshausen, Johann Fruhmann, Wolfgang Hollegha, Arnulf Rainer und Hans Staudacher dokumentiert. Anhand von grafischen Arbeiten wird zusätzlich der Weg von der Figuration zur abstrakten Formensprache nachvollzogen. Beispiele von Skulpturen aus der Meisterklasse Fritz Wotrubas wie von Otto Eder, Arbeiten von Anton Marcolin und dem Hanak-Schüler Othmar Jaindl zeigen den Aufbruch der Skulptur zu einer international beachteten Avantgarde auf. Daran schließt sich die Präsentation jener Kärntner KünstlerInnen an, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine Konfrontation mit der internationalen Avantgarde suchten und sich in Wien, Paris und New York niederließen, darunter Hans Bischoffshausen, Kiki Kogelnik und Maria Lassnig. Mit der Übernahme der Meisterklasse für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien durch den Kärntner Bruno Gironcoli begann eine neue Ära der Skulptur, die mit der Einbindung neuer Materialien und einer Erweiterung und Veränderung des Skulpturenbegriffs einherging. Diese Entwicklung wird anhand einzelner Positionen aus Kärnten dargestellt. Für die Malerei der 80er- und 90er-Jahre stehen u. a. Giselbert Hoke, Gustav Januš, Kurt Kappa Kocherscheidt, Peter Krawagna, Valentin Oman, Wolfgang Walkensteiner und Reimo Wukounig. Dem folgt ein zeitgenössischer Teil, der von den wesentlichen Tendenzen der 90er-Jahre ausgehend bis in die Gegenwart führt. Arbeiten von Künstlern wie Ernst Logar, Claus Prokop, Heiko Bressnik oder Birgit Pleschberger zeigen die Verschränkung von Skulptur und Malerei mit Fotografie, Film und Installation. Im Bereich der Skulptur wurden zunehmend textile Materialien zum Ausdrucksmittel einer jüngeren Objektkunst, die etwa durch Künstlerinnen wie Gudrun Kampl, Barbara Bernsteiner und Edith Payer vorgestellt wird. Die Burgkapelle bespielt der Künstler Johannes Domenig mit der Rauminstallation „The Last Support“. MMKK Länderspiel Anlässlich der Fußball Europameisterschaft 2008 präsentiert das Museum Moderner Kunst Kärnten im Rahmen des Projekts "Kunst im Spiel" eine Reihe von hochrangigen künstlerischen Arbeiten, Installationen, Fotos und Filme, die das Thema Fußball in unterschiedlichen Facetten künstlerisch sportlich reflektieren. Fußball als Medienereignis, gigantischer Wirtschaftsfaktor und Life-Style-Phänomen besitzt mittlerweile Kultstatus und bietet ein gewaltiges Reservoir, das viele Künstler zur Auseinandersetzung animiert. Spielregeln, konventionelle Abläufe und Zusammenhänge werden mit Witz und Ironie in die künstlerische Perspektive verschoben. Werke u.a. von Stephan Balkenhol (GER), Stefan Banz (SUI), Werner Büttner (GER), Josef Dabernig (AUT), Stephen Dean (FRA), Manfred Erjautz (AUT), Werner Feiersinger (AUT), Thomas Grünfeld (GER), G.R.A.M. (AUT), Julie Henry (GBR), Gudrun Kampl (AUT), Cornelius Kolig (AUT), Markus Krön (AUT), Maria Lassnig (AUT), Olaf Nicolai (GER), Gabriel Orozco (MEX), Simon Patterson (GBR), Roman Signer (SUI) abstrakt Mit 25 anerkannten internationalen Künstlerpositionen der zweiten und dritten Generation nach 1945 werden in der Ausstellung unterschiedliche Konzepte eines abstrakten Bildbegriffs vorgestellt. Es handelt sich um Werke und Inszenierungen, die die Sprache einer heroischen Moderne aufgreifen, im Tonfall jedoch oftmals glatt und unpathetisch ihre Schönheit offen legen. Die größtenteils erstmals in Kärnten zu sehenden Werke repräsentieren das international beachtete Schaffen renommierter Zeitgenossen. Darunter finden sich die Fotokünstler Andreas Gursky und Wolfgang Tillmanns, der Engländer Tony Cragg, der Amerikaner David Reed, die Österreicher Gerwald Rockenschaub und Heimo Zobernig, die Deutschen Helmut Federle und Günther Förg - um nur einige zu nennen - bis hin zum derzeit wohl bedeutendsten deutschen Künstler überhaupt, Gerhard Richter. 2007 Hans Staudacher. Eine Retrospektive Aus Anlass des 85. Geburtstages des Künstlers zeigt das MMKK eine umfassende Werkschau Hans Staudachers. Er gilt als der wichtigste Vertreter der informellen Kunst in Österreich und ist weit über die Grenzen des Landes bekannt. Seit Beginn der 1950er Jahre arbeitet er konseqeuent in einer gestischen und lyrischen Bildsprache. Die Ausstellung bietet einen Überblick über das Gesamtœvre. Rund fünfzig Gemälde und über zwanzig grafische Arbeiten sind zu sehen, darunter eine beträchtliche Anzahl von Werken, die zum ersten Mal öffentlich ausgestellt werden. Frammenti dell'Arte Povera. Jannis Kounellis und Mario Merz in der Sammlung Speck In Kooperation mit dem renommierten Kölner Privatsammler, Dr. Reiner Speck, zeigt das Museum Moderner Kunst Kärnten erstmals mit Mario Merz (1925 – 2003) und Jannis Kounellis (geb. 1936) zwei Hauptvertreter der ‘Arte Povera’ (arme Kunst). Diese, in den 60iger Jahren in Italien entstandene Kunstrichtung heute zu zeigen, bedeutet nicht nur sie zu aktualisieren und sie uns wieder ins Gedächtnis zu rufen, sondern vor allem auch nach ihrer Gültigkeit zu fragen. Blickwechsel No. 3 aus der Sammlung, Kunstankäufe 05/06 In der Reihe blickwechsel präsentiert das MMKK in regelmäßigen Abständen die Kunstankäufe des Landes Kärnten. Der Fokus liegt vor allem auf neuen Positionen junger Kärntner KünstlerInnen, die allesamt einen repräsentativen Überblick über das aktuelle heimische Kunstgeschehen geben. Donald Baechler, Skulptur und Malerei Das MMKK zeigt erstmals in Europa eine umfangreiche Werkschau des amerikanischen Malers und Bildhauers Donald Baechler. Baechler, Jahrgang 1956, konzentriert sich in seinen Arbeiten auf ein überschaubares Repertoire von symbolhaften Motiven, die er aus unterschiedlichen Kontexten herausfiltert und in einer ihm eigenen künstlerischen Ausdrucksform umsetzt. Die Offenheit in seinen Arbeiten kommt dem Blick unserer Zeit sehr entgegen und lässt jede Annäherung an sein Werk zu einer interessanten Begegnung werden. 2006 Giselbert Hoke - NADA Das Museum Moderner Kunst Kärnten präsentiert in der Ausstellung NADA knapp 100 Arbeiten des bald 80jährigen Künstlers Giselbert Hoke. Der in Böhmen geborene Künstler wurde 1956 durch die von ihm gestalteten Fresken am Klagenfurter Bahnhof mit einem Schlag bekannt - und zunächst stark angefeindet. Seit 1961 lebt Hoke permanent in Kärnten. Im Zentrum der Ausstellung stehen 22 großformatige Arbeiten auf Leinwand der letzten Jahre, die, bis auf wenige Ausnahmen, noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Es sind, wie Hoke selbst sagt, "völlig gegenstandslose und namenlose Bilder, deren Motiv das Bild selbst ist..." Sie zeigen eine neue Qualität im Schaffen des Künstlers, überraschen jeden, der seine Arbeiten bis dahin kennt und tragen doch eindeutig seine Handschrift. Kleinformatige, teils - wenngleich nur chiffrenhaft - gegenständliche Bilder auf Papier ergänzen die Gemälde und veranschaulichen Hokes Arbeitsweise. Sie entstammen den Themenbereichen Figur und Landschaft und verdeutlichen seinen Weg zur Abstraktion. Ausstellungskurator und Herausgeber des reich bebilderten Buches zur Ausstellung ist Prof. Dr. Wieland Schmied facing 1200°, Glasskulpturen der Berengo Collection, Venezia Die Tradition der Glaskunst von Murano und die Moderne: Ein von Adriano Berengo durch die Berengo Collection verwirklichter Traum, der heuer sein fünfzehnjähriges Jubiläum feiert. Die Sammlung entstand aus der Begegnung von KünstlerInnen aus der ganzen Welt mit dem Glas. Dieses jahrhundertealte Material verbindet perfekt - durch Glanz, Flüssigkeit und Durchsichtigkeit - Ansprüche und Utopien der zeitgenössischen Kunst. Die poetische Ader der KünstlerInnen, verbunden mit der handwerklichen Geschicktheit der Glasmeister von Murano, ist jener Zauber, der die außerordentlichen, erstmals im Museum Monderner Kunst Kärnten ausgestellten Skulpturen ins Leben rief. KünstlerInnen: Henrik Allert, Elvira Bach, Luigi Benzoni, Ernst Billgren, Sergio Bovenga, Martin Bradley, Dusciana Bravura, Mark Brusse, Pino Castagna, James Coignard, Reinhoud D'Haese, Erik Dietmann, Paul Flora, Gerda Gruber, Adi Holzer, Ursula Huber, Marya Kazoun, Christoph Kiefhaber, Koji Kinutani, Kiki Kogelnik, Riccardo Licata, Bengt Lindström, Roberto Matta, Aldo Mondino, Irene Naef, Teruo Onuma, Irene Rezzonico, Juan Ripollés, Sandro Sergi, Shozo Shimamoto, Lolita Timofeeva, Imai Toshimitsu, Hannes Van Es, Jan Van Oost, Michel Van Overbeeke, Koen Vanmechelen, Claude Venard, Silvio Vigliaturo, Luciano Zarotti, Robert Zeppel-Sperl, Tatiana Zhurkov BIS HEUTE - Zwei Jahrhunderte moderner Kunst in Kärnten Eine Zeitreise nimmt Sie mit in die Vergangenheit, zurück zu den Anfängen der modernen Kunst in Kärnten. Wir zeigen Ihnen bedeutende Werke aus zwei Jahrhunderten, die in internationalem Zusammenhang stehen. Beispiele der Porträtkunst des 19. Jahrhunderts und der zeitgleichen Landschaftsmalerei mit ihren Hauptvertretern Eduard von Moro, Markus Pernhart und den Brüdern Willroider stehen am Beginn der Präsentation. Der Bogen spannt sich weiter zu markanten Vertretern des Kärntner Expressionismus des frühen 20. Jahrhunderts, wie den Malern des "Nötscher Kreises", darunter Anton Kolig und Franz Wiegele. Die Kunst nach dem zweiten Weltkrieg beginnt in Österreich neu - mit vier KünstlerInnen aus Kärnten: Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Hans Bischoffshausen und Hans Staudacher knüpfen an die internationale Kunst an. Der zeitgenössische Kunstdiskurs verlässt die konventionellen Mittel und weitet sich auf kunstfremde Materialien und Methoden aus. Als Teil einer internationalen Bewegung konfrontieren die KünstlerInnen das Publikum mit ihren Denk- und Spielansätzen und machen deutlich: Kunst reicht BIS HEUTE! Kurator: Univ. Doz. Dr. Arnulf Rohsmann Maria Lassnig - Körperbilder Das Museum Moderner Kunst Kärnten zeigt in Kooperation mit der Sammlung Essl, Klosterneuburg, Wien eine großformatige Einzelausstellung der international anerkannten Künstlerin Maria Lassnig (geb. 1919). In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt der Auswahl auf den Werken aus dem Zeitraum von der Mitte der sechziger Jahre bis 2003. Der Fokus liegt auf der Malerei. Neben den Bildern stellt die Präsentation ihrer Filme und die bisher kaum gezeigten Skulpturen einen weiteren Höhepunkte der Ausstellung dar. Die ausgestellten Werke repräsentieren zeitlich den Rahmen, in dem sich Maria Lassnig als Künstlerin international positioniert. In ihren Werken reflektiert sie das konventionelle und avantgardistische Bildrepertoire, hinterfragt traditionelle Repräsentationsmuster und Bildgattungen. Die Körper-Bild-Erfahrung erklärt sie sowohl zum Thema ihrer Kunst als auch zum Thema ihrer künstlerischen Praxis. Maria Lassnig setzt sich vor allem mit der Frage nach der Körperrepräsentation, resp. dem ganzheitlichen Körperbild in der Malerei auseinander, das sie insbesondere in ihren Selbstporträts verhandelt. Der eigene Körper wird als Objekt oder Bild erfahrbar, die Grenzen zwischen Bild und Körper werden permanent verschoben. In einer signifikanten Verbindung aus Realität und Fiktion formuliert Maria Lassnig markante und sensible Sinnbilder, die ihre künstlerische Position auszeichnen. 2005 Johann Fruhmann - Retrospektive Anlässlich des 20. Todestages zeigt das MMKK eine Retrospektive des Kärntner Künstlers, der zu Lebzeiten vielfach geschätzt, in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten ist. Im Rahmen seiner künstlerischen Entwicklung hat sich Fruhmann zunehmend der Abstraktion verschrieben, die er mit einem gestischen Informel in Verbindung zu bringen verstand. Seine Kunst repräsentiert die Entwicklung der österreichischen Nachkriegskunst. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Leopold Museum in Wien, kuratiert von Professor Peter Baum und unterstützt von der Witwe des Künstlers, Christa Hauer-Fruhmann, und dem Kunsthändler Manfred Kopriva. farb.räume In der Ausstellung steht das Verhältnis von Farbe und Raum in den unterschiedlichen Gattungen und Medien im Zentrum. Die Künstler Thomas Baumann, Hans Jacoby, Flora Neuwirth, Peter Pommerer, Robert Schaberl und Esther Stocker thematisieren und reflektieren im Rahmen ihrer aktuellen Kunstproduktion die räumliche Dimension von Farbsetzungen im Raum. Die künstlerischen Beiträge zeichnen sich allesamt durch ihre Offenheit gegenüber konventionellen Praktiken aus. Gattungsgrenzen werden aufgehoben, implizite Bildhierarchien und traditionelle Praktiken der Sinnstiftung unterlaufen und in raumbezogene formale Strukturen übertragen, die eine andere Leseart eröffnen. In den installativen Inszenierungen werden unterschiedliche Facetten von räumlichen Farbsetzungen vorgestellt: der meditative Farbraum, die bildliche Simulation einer räumlichen Ansicht, der imaginäre Raum, die raumgreifende Papiercollage, der abstrakte Raum im konkreten Raum, der immaterielle Lichtraum und der begehbare Farbraum. Die Installationen erscheinen als dreidimensionale Wahrnehmungsräume, die aufgrund der räumlich evozierten Erfahrung den Betrachter unmittelbar in das Kunstwerk einbinden. Georg Herold Herold, geb. 1947 in Jena, zählt zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern der letzten zwei Jahrzehnte. In seinen Werken besticht er durch seine individuelle und originelle Kunstpraxis, in der er sich auch kritisch und humorvoll mit den Mechanismen des Kunstsystems auseinandersetzt. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler erarbeitete Werkschau bietet erstmalig einen Überblick über das Heroldsche Oeuvre, gezeigt werden mehr als 70 Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, reich illustrierter Katalog, der einen umfassenden Überblick über das Gesamtkunstwerk gibt. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und dem Kunstverein Hannover. Interior View - Künstler erforschen die Sprache der Architektur Elf internationale KünstlerInnen setzen sich mit Architektur auseinander und stellen ihre individuellen Referenzen zur Disposition. Die einzelnen Werke geben einen guten Einblick, wie Architektur subjektiv und künstlerisch wahrgenommen werden kann. Indem sich die KünstlerInnen die Formensprache der Architektur – d.h. Pläne, Modelle und Fotografien von Gebäuden – aus künstlerischer Perspektive aneignen, vereinnahmen sie formale Eigenschaften als auch Konzepte und übersetzen diese in aussagekräftige emotionale bzw. psychologische Metaphern. Einige haben sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an bestimmte (selbst erlebte oder in der kollektiven Geschichte verankerte) Orte wachzurufen, andere stellen das Medium der Architektur mit seinem Vokabular und seinen Konventionen grundsätzlich in Frage. Interior View präsentiert eine Reihe von ausgewählten Arbeiten, die sich mit architektonischen Formen, der Wahrnehmung und Projektion in Form zweidimensionaler Flächen (Silke Schatz, Pascal Danz, Clare Goodwin, Catherine Yass) oder anhand der Plastizität der Skulptur (Thomas Schütte, Langlands & Bell, Toby Paterson, Monique Kwist) auseinander setzen und die Beziehung zwischen Gebäude und Mensch, zwischen räumlicher Struktur und Identität sichtbar werden lassen.
16.03.2005 - 29.05.2005:
Blickwechsel N°2. Aus der Sammlung Kunstankäufe 2004 Parallel zur Ausstellung Interior View zeigt das MMKK in der zweiten Auflage der Reihe blickwechsel die Kunstankäufe 2004. Jedes Jahr werden neue Arbeiten für die Sammlung erworben. Der Ankauf erfolgt einerseits aus den Mitteln des Bundes, der sogenannten Galerienförderung, mit der Richtlinie zeitgenössische Kunst in österreichischen Galerien zu erwerben. Andererseits werden die Ankäufe über eine Ausschreibung des Landes Kärnten getätigt, wobei eine international besetzte Jury die Auswahl bestimmt. Künstlerliste Ute Aschbacher, Alexandra Brandl, Ines Doujak, Sissi Farassat, Werner Feiersinger, Peter Kogler, Robert Kummer, Maria Lassnig, Markus Orsini-Rosenberg, Hans Schabus, Nina Rike Springer, Bernhard Tragut, Maja Vukoje 2004 Blickwechsel. Aus der sammlung n°1 Die Ausstellung Blickwechsel. Aus der Sammlung n°1 ist der Auftakt einer Ausstellungsreihe, die zukünftig in immer unterschiedlichen Formaten die Werke aus der Sammlung des Landes Kärnten vorstellen wird. In der ersten Auflage steht das facettenreiche Spektrum der Sammlung im Vordergrund. Der Fokus liegt auf der Kunst der Nachkriegszeit, von den 60er Jahren bis heute. Bekannte Namen wie Bruno Gironcoli, Maria Lassnig, Hermann Nitsch und Arnulf Rainer treten in einen spannungsreichen Dialog mit jungen, aktuellen Positionen wie zum Beispiel Hans Schabus, Karin Sulimma und Tanja Widmann. Die unterschiedlichen Medien, Film- und Videoinstallationen neben traditionellen Bildtechniken wie Malerei und Grafik, stellen den Moment der Betrachtung ins Zentrum und laden Sie ein, immer wieder einen Blick zu riskieren und Neues zu entdecken. Eremiten-Kosmopoliten „Eremiten-Kosmopoliten“ zeigt an vier Standorten einen Überblick und vertiefende Aspekte zur Entwicklung der modernen Malerei in Kärnten. MMKK – Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt, Burggasse Von den Anfängen bis zum „Anschluss“ Stadtgalerie Klagenfurt, Theatergasse Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Staatsvertrag Werner Berg-Galerie, Bleiburg Expressionismus und Melancholie: Werner Berg, Emil Nolde und die Neulandkünstler Museum des Nötscher Kreises, Nötsch im Gailtal Am Ursprung der Moderne: Kärntner Maler in Paris und am Mittelmeer Der Titel der Großausstellung bezieht sich auf die typischen Lebensverhältnisse moderner Künstler in diesem Land: Einerseits brachte das Sehnsuchtsbild einer erfolgreichen Karriere in den Weltmetropolen bedeutende Kärntner Maler wie Herbert Boeckl, Jean Egger, Maria Lassnig, Hans Staudacher oder Hans Bischoffshausen dazu, sich in Wien, Paris oder New York niederzulassen. Andererseits verführte die Verheißung einer authentischen künstlerischen Produktion in ursprünglichen Lebenswelten schon seit den Zeiten der bayerischen Brüder Willroider einige bedeutende, außerhalb Kärntens aufgewachsene Künstler wie Anton Kolig, Anton Mahringer und Werner Berg dazu, sich hier anzusiedeln. Neben diesen endgültigen Lebensentscheidungen gab es als drittes Modell typischer Kärntner Malerbiografien auch Künstler wie Franz Wiegele, Arnold Clementschitsch, Ludwig Heinrich Jungnickel, Erich Heckel, Stefan Pichler, Willibald Zunk, Reinhold Krassnig, Arnulf Rainer und Giselbert Hoke, die phasenweise oder zwischen ausgedehnten Reisen, durch kurze oder längere Lebensperioden, zur Kultivierung Kärntens als zweitem österreichischem Zentrum moderner Malerei neben Wien beitrugen. Dieses Kommen und Gehen, diese Migrationsdynamik wird auch im Corporate Design der Ausstellung durch Pfeilmotive ausgedrückt. Die Ausstellung wird von Dr. Agnes Husslein-Arco (Direktorin Museum der Moderne Salzburg) und Univ. Prof. Dr. Matthias Boeckl (Universität für angewandte Kunst Wien) kuratiert und zeigt mit über 400 Leihgaben aus zahlreichen nationalen sowie internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen (siehe Liste) erstmals die Hauptwerke der modernen Malerei Kärntens in einem chronologisch und thematisch gegliederten Überblick.
17.02.2004 - 18.04.2004:
Sammlung Liaunig - 13 Kärntner Positionen nach 1945 Das Museum Moderner Kunst Kärnten zeigt von 17. Februar bis 18. April 2004 ausgewählte Werke von dreizehn Kärntner Künstler und Künstlerinnen aus der Sammlung Liaunig. Der renommierte Unternehmer Dkfm. Herbert Liaunig, geboren 1945 in Radenthein in Kärnten, hat in den vergangenen vier Jahrzehnten eine bemerkenswerte Kunstsammlung zusammengetragen. Mit insgesamt mehr als 2000 Werken zählt diese zu den umfangreichsten Privatsammlungen Österreichs. Der Sammlungsschwerpunkt liegt in der Kunst nach 1945, zeitgenössische Malerei, Grafik und Skulptur, vor allem österreichischer aber auch internationaler Künstler. Die zurzeit eingelagerten Arbeiten sollen in Zukunft in einem neuen Museum, das in Neuhaus in Kärnten errichtet werden soll, auf Dauer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Quasi als Vorausschau bietet nun das Museum Moderner Kunst Kärnten erstmals einen Einblick in die private Sammlung Liaunig. Es wurden 13 Kärntner Künstler und Künstlerinnen ausgewählt, die chronologisch geordnet, jeweils in einem Raum der Ausstellung umfassend vorgestellt werden. Die Künstler und Künstlerinnen repräsentieren fundamentale Positionen der nationalen sowie der internationalen Kunstentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind Werke der österreichischen Nachkriegsavantgarde, von Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Hans Staudacher und Johann Fruhmann, der Vertreter internationaler Bewegungen wie Hans Bischoffshausen, der Protagonisten spezieller österreichischer Phänomene wie etwa Wolfgang Hollegha und Kurt Kocherscheidt, Werke der Plastiker Otto Eder und Bruno Gironcoli, Rauminstallationen von Cornelius Kolig und Meina Schellander und zeitgenössische Malerei von Johann Julian Taupe und Johanes Zechner. Im Foyer des Museums Moderner Kunst Kärnten werden - Parallel zur Ausstellung - die Entwürfe für das geplante Museum Neuhaus, die von fünf geladenen Top-Architektenteams ausgearbeitet wurden und die von 5. Februar bis 11 Februar 2004 im Architekturzentrum/ Museumsquartier in Wien ausgestellt sind, präsentiert. 2003
23.10.2003 - 31.01.2004:
0 1 2 view - Kunstankäufe 2000/01/02 im Kontext der Sammlung Durch eine konsequente Sammlungsstrategie soll vor allem eine qualitätvolle Sammlung aufgebaut werden und eine ständige Aktualisierung des Bestandes erfolgen. Zugleich wird dadurch ein öffentlicher Bildungsauftrag wahrgenommen, das Schaffen der KünstlerInnen und die Tätigkeit der privaten Galerien – die einen fundamentalen Teil der Kulturarbeit leisten – anerkannt und gefördert. Die aktuellen Neuzugänge der Jahre 2000, 2001 und 2002, die von 37 Künstlern und Künstlerinnen angekauft wurden, werden gemeinsam mit ausgewählten Werken ausgestellt, die von den einzelnen KünstlerInnen bereits in der Sammlung des Landes Kärnten vorhanden sind. Durch dieses Konzept sollen formale und inhaltliche Bezüge zwischen den unterschiedlichen Arbeiten des eigenen Œuvres sowie zu den Werken der anderen KünstlerInnen hergestellt werden. Die Ausstellung soll die Neuerwerbungen als sinnvolle Ergänzungen und logische Erweiterungen des Bestandes darstellen. Ziel der Ausstellung ist, das hohe Niveau der Sammlung, das durch eine seriöse Ankaufstätigkeit konstant gewährleistet wird und werden soll, zu präsentieren. Nicht zuletzt sollen die Neuerwerbungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Sensibilität für die Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst geschärft werden. Benétik Rudi / Bogner Wolfgang / Bolt Catrin / Bressnik Heiko / Bressnik Uwe / Caroline / Cassini Theres / Druml Helga / Deutschbauer/Spring / Ebner Armin / Gironcoli Bruno / Hoke Tomas / Kampl Gudrun / Kollnitz Roland / Kos Michael / Krawagna Suse / Loitzl Ina / Maier Elke / Michenthaler Burgi / Moschik Melitta / Oman Valentin / Paulitsch Eva / Penker Ferdinand / Petschnig Maria / Pototschnik Ingrid / Reichmann Wolfgang / Russ Fritz / Schabus Hans / Schellander Meina / Schwarz Michael / Sulimma Karin / Traar Jochen / Tschachler-Nagy Gerhild / Tusch Gerold / Weiss-Richter Gertrud / Zechner Johanes / Zobernig Heimo |
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Museum Moderner Kunst Kärnten • Burggasse 8 / Domgasse • 9020 Klagenfurt, Austria • ++43(0)50.536.30542 • office.museum@ktn.gv.at
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