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Kunstraum Burgkapelle



Die Burgkapelle ist ein besonderes Kleinod des Museums Moderner Kunst Kärnten und dient heute als Kunstraum für experimentelle, situative und installative Ausstellungsprojekte. Die Burgkapelle wird entweder in die wechselnden Hauptausstellungen miteinbezogen oder separat mit eigenständigen Projekten bespielt, die ihren besonderen Reiz aus der räumlichen und inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Sakralraum und dessen barocker, illusionistischer Ausgestaltung beziehen.

Die Burgkapelle wurde in den Jahren 1733/34 im Zuge der Errichtung der Nordfront der „Burg“ erbaut. Gestiftet wurde sie von Burggraf Wolfgang Sigismund Reichsgraf von Orsini und Rosenberg, gewidmet ist die Kapelle dem legendären Kärntner Herzog Domitian sowie dem Andenken an die Burggrafen, deren Wappenreihe an der Westseite der Kapelle zu sehen ist. Die gegenüberliegende Altarwand ist mit einem wandfüllenden Fresko von Josef Ferdinand Fromiller (1693−1760), dem bedeutendsten Barockmaler Kärntens, ausgestaltet, das die Apotheose des hl. Domitian sowie Stift Millstatt darstellt, mit dessen Gründung der legendäre Kärntner Herzog der Sage nach verbunden ist. Die Seitenwände zeigen Darstellungen von in Kärnten verehrten Heiligen, darunter die hl. Hemma von Gurk, der hl. Johannes Nepomuk oder der hl. Modestus. Die Decke ziert ein illusionistisches Gemälde, die Scheinarchitektur einer Kirchenkuppel, in der kleine Putten emporschweben.





Burgkapelle MMKK, Blick in die Apsis


Melitta Moschik, Enlightenment, 2011, MMKK Burgkapelle
Burgkapelle MMKK gegen Osten                        Irene Andessner / Timm Ulrichs, Abendmahl MMKK – Lebendes Bild nach Leonardo/Ulrichs, 2011                     
                                                                           

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