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03.06.2010 - 05.09.2010:

Sabina Hörtner. KEINE ZWEI STUNDEN
In der künstlerischen Arbeit von Sabina Hörtner geht es um den Raum als komplexes kulturelles Gefüge, aber auch um individuelle, persönliche Verhältnisse. Die Künstlerin bezieht sich auf die konkrete räumliche Struktur ebenso wie auf soziale, politische, historische Definitionen. Die Intervention setzt an der Schnittstelle der divergenten verräumlichten Diskurse an und definiert zugleich den Raum neu. Ausgangspunkt der Installation, die mit den Bezugspunkten von Licht, Farbe und Raum agiert, sind die flüchtigen, sinnlichen Bilder, die durch die Reflexionen des einfallenden Tageslichtes entstehen. Sie sind in einer Sequenz von sechs Handzeichnungen festgehalten, die Zeit- und Raumkomponenten am zweidimensionalen Blatt konzentriert. Diese Illusionen sind Teil des räumlichen Konzeptes einer begehbaren Bühne, die die Werke sowie die Betrachtenden emporhebt und aufwertet, sodass sie der barocken, sakralen Scheinmalerei auf Augenhöhe begegnen und, wie im Theatrum mundi, Teil des Geschehens werden. Die Künstlerin setzt dem Kirchenraum und der illusionären Malerei eine zeitgemäße, profane, konkrete Konstruktion entgegen, die in Relation zu den Konnotationen des Raumes steht, sich auf seine Form- und Farbgebung bezieht und die, in ihrer reduzierten Strenge und symmetrischen Ordnung, einen deutlichen Gegenpol zur Barockmalerei und ihrem visionären Inhalt darstellt, diese dechiffriert und konterkariert.


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